Wie schreibe ich meine Wochen-Mail an den Weggefährten/die Weggefährtin?

Jeweils im Blauen Brief am Samstag erinnern wir dich daran, dass du heute oder morgen deinem Weggefährten/deiner Weggefährtin deine Wochenmail schreiben darfst.

Es ist deine Wochenreflexion, daher geht es nicht darum, was „man“ so schreiben sollte, was erwartet wird (von wem auch immer, z.B. vom Weggefährten), sondern was dir in dieser Woche wichtig war/ist.

Es geht bei der Mail nicht um die Länge, sondern um die Qualität und um Konzentration. Die Mail darf auch kurz und knapp sein, wenn sie deiner Meinung nach das Wesentliche enthält.

Es geht um deinen ganz eigenen Schwerpunkt.

Du kannst dich auf die Impulse aus den Blauen Briefen beziehen, aber auch auf alles, was durch die Bilder, Clips, Lieder, konkreten Übungen, Gebete oder Texte ausgelöst wurde.

Du musst nicht auf jeden Tagesimpuls reagieren. Viel hilfreicher ist es, ein einzelnes Thema ausfindig zu machen, gerade eines, das dir womöglich immer wieder aufgefallen ist. Und wenn du einmal spürst, dass es viele Themen sind, dann suche heraus, was dir daraus am wichtigsten erscheint. Falls du beim Nachsinnen nichts findest, das du schreiben möchtest, und alles bei dir ok ist, dann schicke zumindest eine kurze Mail an deinen Weggefährten und teile ihm z.B. mit, dass es diese Woche nichts zu berichten gibt und dass es dir gut geht.

Also los, nun ganz konkret:

Wie beginne ich?
Du kannst z.B. mit einem kurzen Gebet beginnen, einem Durchatmen, eine Kerze anzünden, es dir ruhig und gemütlich einrichten. Dann lass dir zunächst zum Nachspüren Zeit: Was ist jetzt, am Ende der Woche, in mir lebendig?

Was schreibe ich?
Einzelne der folgenden Fragen können dich nun leiten:
Welcher „Blaue Brief“ hat mich am meisten herausgefordert? Was davon beschäftigt mich noch?
Was war mir aus dieser Woche wichtig? Oder: Was hat mich berührt?
Was möchte ich heute als gute Erfahrung mit meinem Weggefährten teilen?
Welche Frage ist bei mir im Laufe der Woche persönlich aufgetaucht? Welches persönliche Problem möchte ich ansprechen?

Wie schreibe ich?
Nun sammle die Gedanken, bündle sie und versuche, die wichtigsten oder den wichtigsten aufzuschreiben (am besten sofort als elektronischen Text). Es geht nicht darum, besonders druckreif zu schreiben, mache einfach erstmal einen „Schreibversuch“. Du kannst ja immer noch verändern, was du als erstes geschrieben hast.
Lies dir danach alles noch einmal durch, kürze, fasse zusammen, bring es auf den Punkt – oder ergänze, streiche oder formuliere um.

Was sende ich ab?
Zum Abschluss denke an deinen Empfänger, deinen Weggefährten. Wird er verstehen können, was du geschrieben hast? Wenn du meinst, dass du ausgedrückt hast, was du mitteilen wolltest, dann schick die Mail ab.

Und nun?
Dein Weggefährte wird sich dann Zeit lassen (meistens einen Tag), deine Mail zu lesen und darüber nachzudenken und mit dem, was du geschrieben hast, für dich zu beten. Du kannst im Laufe des montags, spätestens jedoch dienstags mit einer Antwort rechnen. Dein Weggefährte schreibt dir nur einmal in der Woche. Wenn du die Antwort bekommen hast, nimm dir Zeit und Ruhe, sie zu lesen und lass sie auch nachklingen. Klar ist, dass nicht alle Fragen beantwortet, nicht alle Probleme gelöst und nicht alle Themen erschöpfend erläutert werden können, schon gar nicht in einer einzigen Mail. Nimm dir das aus der Antwort, was für dich hilfreich ist, und geh damit innerlich einfach in der neuen Woche weiter. Vieles wird sich zusammenfügen und mit manchem Thema wirst du vielleicht einen kleinen Schritt weiter kommen. Denk daran: Es muss nicht alles auf einmal „fertig“ werden! Gott hat Zeit für dich – und er schenkt auch Geduld und Beharrlichkeit. In der nächsten Wochenmail am Ende dieser neuen Woche kannst du dich auf das beziehen, was geschrieben wurde. Du kannst schauen, was weiter gegangen ist oder sich verändert hat, oder ein ganz anderes Thema aufgreifen.
Auch über die Antwortmail deines Weggefährten hinaus wird deine Weggefährtin/dein Weggefährte dich im Gebet während der ganzen Zeit bis Ostern begleiten, in allen deinen Themen. Du kannst auch für ihn oder sie beten.

Ach ja! Und falls du für deine Wochenreflexion eine Kerze angezündet hast, denk daran, sie auch wieder zu löschen.